Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, sobald der Versicherte höchstens noch 50 Prozent seiner letzten beruflichen Tätigkeit ausüben kann. Eine Leistung aus der Erwerbsunfähigkeitsversicherung bekommt hingegen erst, wer weniger als drei Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten kann. Ein Handwerksmeister, der noch als Pförtner arbeiten kann, würde also kein Geld bekommen.

DER STAAT SICHERT ERWERBSUNFÄHIGKEIT NUR TEILWEISE AB

ACHTUNG!!!

Berufsanfänger

In den ersten fünf Jahren Ihres Berufslebens sind Sie kaum abgesichert, da eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente erst nach dieser Zeit gewährt wird. Nur bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten gibt es eine Rente.

Der Staat zahlt durchaus eine Rente für den Fall, dass man nicht mehr arbeiten kann, weil man dauerhaft krank ist. Seit 2001 ersetzt die sogenannte Erwerbsminderungsrente die frühere gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente. Seither bekommen alle ab 1961 Geborenen nur noch dann eine volle Rente, wenn es keinen Beruf mehr gibt, den sie mindestens drei Stunden am Tag ausüben könnten.

Die Höhe der Erwerbsminderungsrente hängt ab vom letzten Bruttogehalt und der Zahl der Versicherungsjahre. Oft beträgt die Rente weniger als ein Drittel des letzten Bruttogehalts. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung lag im Jahr 2014 die durchschnittliche Rentenhöhe bei voller Erwerbsminderung bei 719 Euro im Monat.

Wem diese Rente nicht für den Lebensunterhalt reicht, der sollte zusätzlich privat vorsorgen.